Dienstag, 19. Juni 2012
Cap Fisterre
Heute haben wir richtig ausgeschlafen.
Wir wollten noch nach Muxia. Leider haben wir den ersten Bus verpasst. Der zweite Bus fuhr erst um 11:45 Uhr, das war uns zu spät. Wir sind noch einmal an den Leuchtturm gelaufen. Heute Abend sofern die Sonne noch scheint, schauen wir den Sonnenuntergang noch einmal an. Damit endet meine Reise auf dem Jakobsweg von St. Jean-Pied-de Port nach Cup Fisterra.
Es hat viel Spass gemacht.
Wer Lust hat kann es nachmachen ich komme gerne noch einmal mit.

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Montag, 18. Juni 2012
Santiago nach Finesterre
Heute haben Dorothea und ich um 8:15 Uhr den Bus nach Finesterre genommen. Kathleen und Mike reisen
mit dem Zug nach Portugal. Nach Porto mit dem Bus kostet nur 15 Euro.
Das Wetter könnte heute nicht besser sein. Nur blaest immer ein kuehler Wind. In Finesterre gefällt es uns sehr gut. Unser Zimmer im Hotel Ancora bekamen wir für nur 25 Euro. Hier bleiben wir zwei Nächte. Auch hier sehen wir wieder einige unserer alten Bekannten. Den Leuchtturm am Ende der Welt haben wir uns angesehen. Dort verbrennen die Pilger ihre alten Klamotten. Dorothea war in dem kalten Atlantik baden.
Angeblich soll das eine Koerperreinigung sein.
Momentan sitze ich in einem kleinen Boot am Strand.
Von hier aus kann man schön den Sonnenuntergang sehen. Wir haben eine Flasche Wein und etwas zum knabbern.

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Sonntag, 17. Juni 2012
Santiago de Compostella
Um 12 Uhr waren wir in der Pilgermesse. Es ist schon was Besonderes, wenn die grosse Kirche voll ist mit Leuten. Eine Nonne hat sehr schoen zwischendurch gesungen.Leider regnet es heute stark und man kann nur im Café die Zeit verbringen.

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Pedrouzo (Arco de Pino) nach Santiago de Compostella
Start 6:35 Uhr. Nachdem wir den Ort verlassen haben, geht es wie gewohnt auf einem Waldweg weiter. Es regnet nicht. Wir erreichen nach kurzer Zeit eine Bar. Danach geht es steil bergauf. Es ist nach wie vor ländlich. Nach 2 Stunden kommen wir am Flughafen vorbei. Jetzt sind es nur noch 12 km. Der letzte Ort Monte Gozo. Vor uns liegt endlich nach langen Wandertagen Santiago de Compostella. Ab Monte Gozo ist es noch 1 Stunde bis zur Kathedrale. Dort werden wir mit Musik empfangen. Jetzt ist es 11:30 Uhr. In der Kirche wird gerade der Weihrauchkessel geschwungen. Das ist ein Ritual, das nur am Sonntag um 12 Uhr durchgeführt wird. Aber wenn jemand dafür bezahlt (200 Euro) dann wird es zusätzlich gemacht. Es war ein tolles Gefühl, endlich angekommen zu sein. Zuerst holen wir noch unsere Compostella ab. Fuer die meisten ist sie das Wichtigste überhaupt.
Wir treffen alte Bekannte, die wir 3-4 Wochen nicht mehr gesehen haben und vom ersten Tag an kannten.
Dabei war auch die Zahnärztin, die am gleichen Tag als ich in Pforzheim geboren wurde und die auch eine Zwillingsschwester hat. Sie ist nur 13 Jahre jünger. In Santiago scheint die Sonne. Heute hat jeder ein Einzelzimmer. Wir bleiben 2 Nächte hier.
Am Montag geht es nach Cap Fisterre.

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Freitag, 15. Juni 2012
Ribadiso da Baixo nach Pedrouzo (Arco so Pino)
Start 7:00 Uhr. Es regnet nicht und wir kommen nach 2 km an ein 3 Sternehotel. Hier frühstücken wir. Die Auswahl ist besonders groß. Dann geht es weiter bis Brea. Dort treffen wir Patrizia aus Californien. Ich hatte Sie am 9.5.12 in Orrison kennengelernt. Sie war mit Ihrer Freundin Claudia aus Californien unterwegs. Leider hatte sie sich unterwegs von ihr getrennt. Bei der nächsten Bar fehlt plötzlich Dorothea. Wir warten aber sie kommt nicht. Wer aber wieder kommt ist der Regen.
Wir haben noch 6 km bis zu unserer Alberge. Es ist eine neue Alberge fuer 10 Euro. Als wir unser Bett einnehmen steht plötzlich Dorothea da. Der Jakobsweg verliert anscheinend niemand.
Bis nach Santiago sind es noch 18 km.

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Donnerstag, 14. Juni 2012
Pallas de Rei nach Ribadiso
Start 7:00 Uhr. Zuerst müssen wir durch Pallas de Rei. Dann geht es rechts in den kleinen Ort Caballal und weiter nach Pontecampana. Zwischendurch regnet es immer wieder ganz leicht. Durch hügeliges Gelände geht es durch weitere kleinere Orte bis nach Melide. In Melide mündet der von Oviedo kommende Camino primitivo, der aelteste Jakobsweg in den Camino frances.
Danach geht es wieder ständig bergauf und ab.
Es geht durch Eukalyptuswaelder auf einem Waldpfad weiter. Zum Schluss geht es noch einmal kraeftig bergauf und dann kommt gleich unsere Alberge in Ribado da Raixo. Es ist eine sehr beliebte Alberge für nur 5 Euro. Wir haben großes Glueck. Ein Vierbettzimmer mit 2 Fenstern. Heute sind es nur noch 40 km bis Santiago.

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Mittwoch, 13. Juni 2012
Porto Marin nach Palas de Rei
Start 7:15 Uhr. Nach einem kleinen Fruehstueck geht es zuerst bergabwärts zum Fluss und dann durch einen Wald längere Zeit bergauf. Wir kommen immer wieder durch kleinere Doerfer. Ab und zu werden Kühe aus den Stall auf schmale Wege getrieben. Sie gehören zu den Glücklichen. Andere brüllen in den Ställen wo wir vorbeigehen. In Ligonde gibt es Kaffee und Tee kostenlos. Hier ist eine Herberge mit 9 Betten die von protestantischen Freiwiligen betrieben wird. Unterwegs kreuzt ein Wildschwein mit mehreren Kindern unseren Weg. Auch ein Hase sitzt gemuetlich am Wegrand und frisst. Das Wetter ist heute sonnig bei 20 Grad. Morgen soll es wieder regnen. Wir haben in Palas de Rei eine neu erbaute Herberge mit 16 Betten für 10 Euro. Nun sind es noch 68 km bis Santiago.

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Sonntag, 10. Juni 2012
O Cebreiro nach Triacastela
Start 6:15Uhr. Heute regnet es. Bevor wir starten gibt es hier noch Fruehstueck. Zuerst geht es gleich noch einmal aufwärts. Wir überwinden einen kleinen Pass 1378 m nach Linares. Dann noch einmal den Pass San Roque. Es geht ein eiskalter Wind bei 6 Grad. Wir machen einen Halt in einer Bar. Danach ein weiterer Aufstieg zum Alto do Poio. Auch die herrliche Sicht über das galizische Bergland bleibt uns wegen des schlechten Wetters versperrt. Das war die letzte Hürde auf den Weg nach Santiago. Der Weg führte uns hoch und runter, durch kleine Dörfer, an Kühen vorbei, die teilweise sogar auf den Weiden waren.
Heute haben wir eine Alberge mit 4-Bettzimmern fuer 5 Euro.

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Samstag, 9. Juni 2012
La Portella de Valcarce nach O Cebreiro
Um 7:15 Uhr starten wir zu Dritt. Mike ist seit gestern krank. Er fuhr heute mit dem Taxi nach O Cebreiro. 30 Euro für 30 Minuten. Zuerst geht es 45 Minuten eben an einer Strasse entlang. Unterwegs finden wir eine Patisserie wo wir frühstücken können. Dann kommt der erste Anstieg nach la Faba. Es geht steil aufwärts. Wir besichtigen die kleine Kirche. Dann geht es weiter steil bergaufwärts nach O Cebreiro. Es sind 630 m bergaufwärts und 870 m im Abstieg. In der Herberge finden wir Platz fuer 5 Euro. 24-Bettzimmer. Zum Glück liege ich nicht am Eingang. O Cebreiro ist oben am Berg. Es bläst ein eisiger Wind. Es hat nur 6 Grad und das im Juni. Hier gibt es nur ein paar kleine Hostals und eine Alberge fuer 110 Personen. Wir genießen einen gigantischen Blick auf die umliegenden Berge. Jetzt sind wir in Galizien und nicht mehr in der Provinz Leon.
Es sind noch 152 km bis nach Santiago.

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Freitag, 8. Juni 2012
Cacabelos nach La Portela de Valcarce
Start 6:40 Uhr. Wir haben Glück, es regnet nicht. Der Weg ist anfangs schlecht beschrieben. Wir sind aber gefuehlsmaessig richtig gelaufen. Nach einer Stunde gibt es Fruehstueck in einer Alberge. Dann geht es weiter nach Villafranca del Bierzo.
Der Weg führte uns leicht hangaufwaerts durch Weinberge und an vielen Kirschbäumen vorbei. Villafranca ist eine kleine, sehr schöne Stadt. Der Piazza Mayor ist von vielen Restaurants und Cafés umgeben. Wir stärken uns noch einmal. Dann wählen wir die schwere Variante "Camino duro". 11 km, 3,25 Stdn.
Der Aufstieg ist 460 m und der Abstieg 380 m. Die erste Viertelstunde geht es steil bergauf. Dann steigt es langsam weiter an. Beim Verschnaufen geniest man einen gigantischen Rueckblick auf Villafranca. Nach einer Stunde geht es am kahlen Höhenzug entlang.
Dann 45 Minuten spaeter der höchste Punkt 932 m.
Es geht dann durch einen Kastanienwald immer abwärts bis nach Trabadelo. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir die Alberge. Ein Vierbettzimmer für 8 Euro mit Dusche und Toilette im Zimmer. Was für ein neues Gefühl.

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Mittwoch, 6. Juni 2012
Rabanal del Camino nach Molinaseca
Es war ein sehr langer Tag. Nur 26 km dafür aber über einen Berg 1504 m von 1160 m. Wir starten um 6:15 Uhr. Der Aufstieg ist sehr leicht bis zum Cruz de Ferro. Seit tausend Jahren schichten Pilger hier die mitgebrachten Steine um das Kreuz auf. Ich habe
meinen aus Italien mitgebracht und auch dort abgelegt.
Auf dem Berg ging ein richtig kalter Wind. Auch die Sonne kam erst später raus. Die Landschaft war zauberhaft und der Blick gigantisch. Es handelte sich um eine Heidelandschaft mit Blumen in gelb weiß und violett. Unterwegs ging es durch ein altes Dorf Namens Manjarin. Es gab dort Souveniers, Kaffee und Essen gegen Spende. Danach ging es wieder abwärts durch diverse Orte bis nach Molinaseca.
Der Weg bestand aus einem alten Flussbett. Nur Steine und Felsen. Wir konnten nur sehr langsam gehen und kamen erst um 16:30 Uhr an. In der Herberge bekamen wir die letzten 4 Betten. Welch ein Glück.
Mir geht es wieder sehr gut mit Knie und Blasen. Aber Kathleen hat an 2 Zehen große Blasen und eine Infektion. Sie muss jetzt Penicilin einnehmen. Das kann man hier ohne Rezept kaufen.

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Dienstag, 5. Juni 2012
Astorga nach Rabanal del Camino
In Astorga haben alle sehr gut geschlafen. Um 5:45 gehen wie los. Unser Ziel Rabanal del Camino.
Es sind nur 19 km und 4,75 Std. Es geht durch Eichenwälder und steppenartige Flächen. Das letzte Stück der Strecke ist ein steiniger Weg, der zeitweise hoch geht. Dafür haben wie wieder einen schönen Ausblick. Das Wetter nach wie vor gut bei 26 Grad. Wir übernachten heute in der Herberge Gaucelmo. Sie gehört dem Bistum Astorga. Es ist ein großer Garten dabei. Das Zimmer ist groß. Es kostet nichts. Spende erwünscht

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Montag, 4. Juni 2012
Villadangos del Paramount nach Astorga
Start 5:40 Uhr. Es liegen 29 km vor uns.
Es ist trotz Vollmond noch dunkel. Schon nach einer Stunde erreichen wir die erste Bar. Zum Glück hat sie geöffnet. Wir gehen heute die Variante B. Die Strecke führt uns entlang eines Kanales und spaeter durch eine Heidelandschaft. In der Ferne sieht man einen Berg auf dem noch Schnee liegt. Heute sehen wir zum ersten mal Kühe auf der Weide. Auf der Strecke nach einem eisernen Wegkreuz Santo Toribio hat man einen tollen Blick nach Astorga. Jetzt sind es noch 4 km. Unsere Herberge liegt direkt neben der Kathedrale. 8 Euro. Wir haben ein Zimmer mit 12 Betten.
Astorga ist eine sehr schoene Stadt.

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Sonntag, 3. Juni 2012
Leon nach Villadangos del Paramo
Start 08:00 Uhr. Wir laufen durch ganz Leon, vorbei am Paradorhotel, einer grossen Gruenflaeche und sind dann nach 3 km an der ersten Bar. Es gibt Kaffee. In Virgen del Camino gibt es 2 Wege. Wir entscheiden uns fuer die Rute an der Autobahn entlang. Rechts und links gibt es Heideflaechen und ab und zu Schmetterlinge. Ansonsten ist die Strecke recht eintoenig. Das Wetter ist wie immer super. Sonne 26 Grad.
Nach 5,5 Stunden haben wir 23 km hinter uns. Unsere Herberge in Villadangos del Paramo ist neu und hat 31 Betten im Zimmer. Preis 4,00 Euro.

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Samstag, 2. Juni 2012
Leon
Um 7:30Uhr müssen wir unsere Alberge verlassen.
Man darf immer nur eine Nacht in der Alberge bleiben.
Aber wir können uns um 11:00 Uhr neu einchecken. Unser Glück für nur 6 Euro eine billige Unterkunft.
Um 8 Uhr schlafen noch alle Leute in Leon.
Nur die Pilger sind schon unterwegs.
Heute haben wir die Kathedrale besichtigt. Außer den schoenen Fenstern ist nichts besonderes zu sehen. Weiter ging es in die Neustadt. Vorbei an Grünflächen bis zum Paradorhotel, das beste Hotel in Spanien. Es war früher ein Benediktinerkloster. Sehr schön hergerichtet. In Leon ist seit Freitag auch wieder ein Fest. Es spielt eine Peruanische Kapelle. Viele Spanier sind schon um 15 Uhr am feiern. Leider schließt unsere Herberge bereits um 21:30 Uhr. Seit heute Morgen sind wir 4 Personen. Eine Singlefrau aus Berlin namens Dorothea hat sich uns angeschlossen. Sie beginnt in Leon den Weg. Ich hoffe sie kann bei unserem Tempo mithalten.

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